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Unser Leitspruch

„Gesunde Zähne von Anfang an“ ist der Leitspruch eines überaus erfolgreichen Konzeptes, welches die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege (LAGZ) Rheinland-Pfalz systematisch und flächendeckend durch speziell ausgebildete Referentinnen umsetzt. Vorausgegangen waren dem Konzept die Auswertung und Evaluation eines von der Universität Mainz wissenschaftlich begleiteten Pilotprojektes in den Regionen Pirmasens-Zweibrücken und Kaiserslautern. Fazit: Eine gezielte Information der Eltern wirkt sich sehr positiv auf die Zahngesundheit der Kinder aus. In einer Kontrollgruppe ohne entsprechende Infos waren die zahnärztlichen Untersuchungsergebnisse weitaus schlechter ausgefallen.

In der Primärprävention bei werdenden und jungen Eltern von Babys und Kleinkindern sind derzeit 35 speziell geschulteElternberaterinnen der LAGZ Rheinland Pfalz tätig. Diese erreichen die Erziehungsberechtigten insbesondere in Hebammenpraxen, Baby - bzw. Kleinkindergruppen sowie in den Nestgruppen der Kindertagesstätten. Die Referentinnen sensibilisieren zu den Themen der zahnmedizinischen Vorsorge und motivieren zu deren Umsetzung. Die positiven Feedbackbögen und die vielen Fragen der Eltern rund um die Mundgesundheit beim Kind zeigen auch hier deutlich, dass ein großer Aufklärungs- und Informationsbedarf zur Kariesprophylaxe besteht.

Gezielte, von der LAGZ ausgewählte Materialien und Medien stehen den Elternberaterinnen zur Verfügung. Neben den Eltern sind die Babys bzw. Kleinkinder bei den Veranstaltungen willkommene Gäste. Eine Gruppengröße von 8 bis 10 Teilnehmern hat sich bewährt.  

 



Zahnpflege ab dem 1. Zahn und Versorgung mit Fluoriden

Die Kinderzähne sollten gleich nach dem Durchbruch 2x täglich – nach dem Frühstück und vor dem Schlafengehen - von den Eltern mit einer weichen Kinderzahnbürste bis ins Schulalter von allen Seiten gründlich gereinigt werden. Eine zusätzliche Fluoridierung über Fluoridtabletten ist bei regelmäßiger Reinigung mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta (500ppm) nicht notwendig.

 



Frühzeitiger Zahnarztbesuch

Es wird den Eltern empfohlen, ihr Baby schon ab dem ersten Milchzahn dem Zahnarzt vorzustellen. Nehmen Sie Ihr Kind nach vorheriger Absprache mit der Zahnarztpraxis zu Ihrem eigenen Vorsorgetermin mit. Es wird sich so an die Zahnarztbesuche gewöhnen und diese als völlig normal ansehen. Natürlich kann sich anfangs ein solcher Termin nur auf das einfache Ansehen der Milchzähne beschränken. Ihr Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin kann Ihnen wertvolle Tipps zur Pflege der Milchzähne geben und Ihre individuellen Fragen beantworten.



Vermeidung von Nuckelflaschenkaries

Nuckelflaschenkaries ist eine sehr schmerzhafte und schwerwiegende Erkrankung, die durch die Vermeidung falscher Verhaltensweisen verhindert werden kann. Deshalb ist es ganz wichtig, Babys und Kleinkindern die Nuckelflasche niemals (vor allem nicht über Nacht) zum Dauernuckeln zu überlassen. Dies gilt insbesondere im Zusammenhang mit gesüßten Getränken. Die Nuckelflasche sollte mit dem 1. Geburtstag gegen einen normalen Trinkbecher ausgetauscht werden.



Zahngesunde Ernährung

Um die Kinder zahngesund zu ernähren, ist es nicht notwendig, ihnen jegliche Süßigkeiten vorzuenthalten. Es kommt vielmehr daraufan,diese richtig zu „dosieren“. Sinnvoll ist es, den Vormittag zuckerfrei zu gestalten.

Bieten Sie Ihrem Kind viel frisches Obst und Vollkornprodukte an. Das Kauen von fester Nahrung fördert den Speichelfluss und schützt somit die Zähne. Darüber hinaus bewirkt es die gesunde Entwicklung von Ober- und Unterkiefer. Die Zunge legt sich beim Schlucken an den Gaumen und presst sich nicht zwischen den Schneidezähnen hindurch. Störungen der sprachlichen Entwicklung können so vorzeitig vermieden werden.

 



Lutschgewohnheiten

Das Bedürgnis zu saugen ist den Kindern angeboren. Um es zu befriedigen reicht oft das Stillen nicht aus, weswegen Ihr Baby auch zu den vielen Kindern gehört, die einen Schnuller oder sogar den Daumen benutzen. Das ist völlig normal. Um künftigen Zahn- und Kieferfehlstellungen sowie Sprachproblemen vorzubeugen, ist ein rechtzeitiges Abgewöhnen des Schnullers bzw. des Daumens wichtig. Spätestens zum 3. Geburtstag sollte die Entwöhnung stattgefunden haben.

Bewährt haben sich die Verwendung bestimmter Bilderbücher zu diesen Thema, das Vergessen des Schnullers bei einer Urlaubsreise oder etwa das neugeborene Baby in der Nachbarschaft, welches jetzt den Schnuller besser gebrauchen kann. Vielleicht gibt es in Ihrem Wohnort auch einen Schnullerbaum.

Also denken Sie daran: Schnullerfrei mit drei!




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