LAGZ RLP e.V.      / Die 4 Säulen der Kariesprophylaxe / Richtige Mundhygiene
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Wie Karies entsteht

In unserer Mundhöhle gibt es winzig kleine Lebewesen - die Bakterien. Sie bilden mit den Nahrungsresten einen klebrigen Belag (Plaque) auf der Zahnoberfläche. Wird dieser nicht regelmäßig durch gründliches Zähneputzen entfernt, verstoffwechseln die Bakterien die kohlenhydrathaltigen Speisereste (vor allem Zucker) zu agressiven Säuren. Diese greifen den Zahn an und lösen die oberste Schicht des Zahnes, den Zahnschmelz, auf.



Glatte Zahnoberflächen erleichtern das Zähneputzen

Ein speziell zur Verschließung der Fissuren entwickelter Kunststoff bietet langfristig Schutz gegen Karies auslösende Bakterien. Diese Versiegelungsflüssigkeit fließt in die tiefen Fissuren und härtet unter einem speziellen Licht sehr schnell aus. Aufgrund der leicht weißlichen Einfärbungen der Versiegelungsflüssigkeit kann Ihr Zahnarzt die Randdichte auch bei späteren Untersuchungen gut nachprüfen.

Es gibt seit zehn Jahren Studien, die beweisen, dass sich Zahnversiegelungen sehr gut bewährt haben. Der Versiegler bleibt über viele Jahre am Zahn haften und schützt ihn so aktiv vor Karies.



Die tiefen Grübchen (Fissuren) sind verschlossen
(Quelle: www.zahnaerztehaus.de)



Das "Handwerkszeug"

Ob mit Handzahnbürste oder elektrischer Zahnbürste: Das Zähneputzen sollte mindestens zwei Minuten dauern. Die Bürste (mittlerer Härtegrad) hat einen kurzen Kopf mit abgerundeten Kunststoffborsten, die vielbüschelig (multitufted) angeordnet sind. Der Griff soll abrutschsicher sein. Bis zum sechsten Geburtstag verwendet Ihr Kind eine fluoridhaltige Kinderzahnpasta (500ppm Fluorid) zum Zähneputzen, danach die gleiche fluoridhaltige Zahncreme wie die Eltern (1000-1500ppm Fluorid). Erneuern Sie die Zahnbürste Ihres Kinden spätestens nach drei Monaten. 



Richtiges Zähneputzen

Zähne müssen von ihrem ersten Lebenstag an ordentlich gepflegt werden. Auch und gerade die Milchzähne. Sie haben dieselben wichtigen Aufgaben wie die bleibenden Zähne zu erfüllen, so z.B das Abbeißen und Kauen der Nahrung und das Ermöglichen von deutlichem Sprechen. Milchzähne fallen zwar später aus, haben aber eine Platzhalterfunktion für die bleibenden Zähne, d.h. sie sollten nicht früher als von der Natur vorgegeben verloren gehen. Also: Erst wenn die Neuen kommen, haben die Milchzähne endgültig ausgedient. Zusätzliche Zähne wie die bleibenden Backenzähne (Molaren) bekommt Ihr Kind etwa ab dem 6. Lebensjahr. Diese sind Zuwachszähne, für die keine Milchzähne ausfallen, und die daher oft unbemerkt in die Mundhöhle Ihres Kindes durchbrechen.


Achten Sie darauf, was Ihr Kind isst und trinkt und, dass das Zähneputzen insbesondere nach dem Frühstück und vor dem Schlafengehen nicht zu kurz kommt. Wichtig ist  auch, dass Ihr Kind seine Zähne mit der richtigen Technik – das ist in aller Regel die KAI-Methode – reinigt. Diese für Ihr Kind neue Zahnputztechnik muss erlernt und geübt werden.

Putzen Sie die Zähne Ihres Kindes zusätzlich abends von allen Seiten gründlich, bis Ihr Kind in der Lage ist, flüssig zu schreiben (Grundschulalter).






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