LAGZ RLP e.V.      / Die 4 Säulen der Kariesprophylaxe / Häufige Fragen rund um die Zähne
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Fragen und Anworten

 

Ab wann soll ich mit meinem Kind zum Zahnarzt gehen?

Sobald das erste Zähnchen kommt - also mit ca. 6 Monaten.
Zudem sollten Sie Ihr Kind zu einem eigenen Vorsorgetermin mitnehmen - keine Behandlung -, damit es sich an die Praxissituation und den Hauszahnarzt gewöhnt. Dies trägt dazu bei, dass erst gar keine Ängste aufgebaut werden.


Ab wann sollte ich die Zähne meines Kindes putzen und wie oft am Tag?

Schon ab dem ersten Milchzahn sollten Sie einmal täglich die Zähne Ihres Kindes mit einem Hauch bis maximal erbsengroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta (500 ppm Fluorid) von allen Seiten sauber putzen. Am besten abends vor dem Schlafengehen. Anschließend nichts mehr zum Essen und keine zuckerhaltigen Getränke geben, nur Leitungswasser oder ungesüßten Kräutertee. Auch kein Fläschchen mit ins Bett geben.
Ab dem 2. Geburtstag 2 x täglich (morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen) Zähne putzen.



Welche Zahnpasta soll ich meinem Kind ab 6 Jahren geben.

Ab dem Schulalter sollte eine Erwachsenenzahnpasta mit 1000 - 1500 ppm Fluoridgehalt verwendet werden.

 

Der Kinderarzt verschreibt Fluoridtabletten. Soll ich diese meinem Kleinkind trotzdem geben, obwohl ich die Zähne meines Kindes putze?

Als Basisprophylaxe wird empfohlen, Jodsalz mit Fluorid zur Speisenzubereitung für die ganze Familie zu verwenden.
Werden zudem die Zähne mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta geputzt, bedarf es keiner zusätzlichen Tablettengabe. Fluoridtabletten sind nur dann sinnvoll, wenn kein fluoridiertes Speisesalz und keine fluoridhaltige Zahnpasta verwendet werden oder wenn ein hohes Kariesrisiko besteht.


Mein Kind möchte sich nicht die Zähne putzen oder putzen lassen. Was kann ich tun?

Sprechen Sie Ihren Hauszahnarzt an. Er wird Sie gerne beraten und unterstützen.
Vermitteln Sie, dass Zähneputzen Spaß macht. Erzählen Sie kleine Geschichten, wie die "Dreckmonster aus dem Mund gejagt werden". Seien Sie Vorbild und putzen gemeinsam mit Ihrem Kind die Zähne. Lassen Sie Ihr Kind beim Einkaufen selbst die Zahnbürste und die Zahnpasta auswählen.

 

Mein Kind ist jetzt in der 2. Klasse und hat in der Schule ein Schreiben bekommen, dass der Zahnarztbesuch bestätigt werden soll. Wird es meiner Krankenkasse gemeldet, wenn ich die Rückmeldung nicht beim Zahnarzt abgebe?

Nein, die Rückmeldung ist freiwillig.
Ihr Kind erhält allerdings bei Nichtabgabe im kommenden Frühjahr über die Schule eine Erinnerung in einem geschlossenen Kuvert.




Wie sieht es denn bei den Rückmeldungen, die man abgeben soll, mit dem Datenschutz aus? Wird dieser eingehalten?

Das Schulzahnpflegeprogramm hat vor Einführung dem Landesdatenschützer zur Prüfung vorgelegen und wurde dahingehend beschieden, dass der Datenschutz eingehalten wird.

 

Spezielle Fragen zum Zähneputzen  in der Kita finden Sie unter :

Programme der LAGZ RLP / Programme für Kitas / Ideen aus der Kita für die Kita 

 

 

 

 



Fragen rund um Versiegelung der Zähne

 

Wann ist das Verfahren sinnvoll, wann eher nicht?

Besonders kariesgefährdet sind die großen Backenzähne unmittelbar nach dem Zahndurchbruch. „Daher empfiehlt es sich, diese Zähne innerhalb weniger Monate, nachdem sie vollständig in die Mundhöhle durchgebrochen sind, zu versiegeln“

Für Kinder und Jugendliche ist das Verfahren folglich sinnvoll, solange sie noch „gesunde“ Zähne haben.

Welche Kosten fallen an?

Kinder und Jugendliche bekommen eine Zahnversiegelung bis zum 18. Lebensjahr von den gesetzlichen Kassen erstattet. Dies gilt jedoch nur für die bleibenden großen Backenzähne.

Empfiehlt der Zahnarzt die Prämolaren (kleine bleibende Backenzähne) versiegeln zu lassen, zahlt die Kasse leider nicht. Dasselbe gilt für Milchzähne.

Wie läuft die Zahnversiegelung ab?

Zunächst muss der Zahnarzt die Stelle, die er versiegeln möchte, gründlich reinigen. Das geschieht mit einem Bürstchen und Polierpaste oder mit einem Pulverstrahlgerät. Anschließend raut er den Bereich mit einem säurehaltigen Gel auf, damit das Versiegelungsmaterial gut an der Zahnoberfläche haftet. Nachdem der Zahn getrocknet ist, trägt der Zahnarzt das Material auf, härtet es mit einer speziellen Lampe aus und poliert die Oberfläche. Spürt das Kind oder der oder die Jugendliche beim Zusammenbeißen unebene Stellen, werden diese abgetragen.

Gibt es Nebenwirkungen?

Allergien gegen die Stoffe sind extrem selten. Da die Oberschicht des Versieglers in geringen Mengen schädliche Stoffe wie Formaldehyd enthalten kann, ist das Nachpolieren sehr wichtig. Es entfernt die meisten der Schadstoffe. Generell sind keine negativen Wirkungen durch Versiegelungen bekannt. Bei drohender Karies sollte man in jedem Fall versiegeln.

 



Versiegelung - der Karies keine Chance

 

Der Zahnarzt erkennt bei seiner Untersuchung, welche Zähne durch eine Versiegelung geschützt werden müssen. Er wird sie immer dann empfehlen, wenn er festgestellt hat, dass ein Zahn von tiefen Rillen, sogenannten Fissuren, durchzogen ist.

Der normale Speichelfluss und die Reinigungstätigkeit der Zunge reichen nicht aus, um daraus Speisereste zu entfernen. Diese tiefen Spalten lassen sich oft auch mit der Zahnbürste nur sehr schwer erreichen.



Diese Abbildung, ein Querschnitt durch die Kaufläche eines Zahnes, zeigt, wie schwer es ist, mit einer Zahnbürste die Kauflächen zu reinigen.
Bildnachweis: Prof. Dr. Stefan Zimmer, Universität Berlin




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