LAGZ RLP e.V.      / Die 4 Säulen der Kariesprophylaxe / Kleine Zahnkunde
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Jeder Zahn ist ein Wunderwerk der Natur:

Er hat Blutgefäße und Nerven in seinem Inneren. Durch den Blutkreislauf ist er mit dem ganzen Körper verbunden. Für die Gesundheit und das Wohlergehen der Kinder sind gesunde Zähne also von größter Bedeutung.
Kinder mit gesunden Zähnen lachen gerne. Gesunde, gerade und gepflegte Zähne können fest zubeißen, gut kauen und dadurch die Speisen auch gesünder verdauen. Und sie sehen einfach schöner aus! Für die Sprachentwicklung sind gesunde, gerade Zähne ebenso wichtig. Lispeln oder Zisch-Laute können ein Kind psychisch negativ beeinflussen. Und: Kariöse, kranke Zähne verursachen bekanntlich Zahnschmerzen.
Gesunde Zähne - gesunde Kinder: Ausschlaggebend hierfür ist Ihre Mithilfe, in dem sie sich selbst regelmäßig um die Zahnpflege Ihres Kindes kümmern.



Was sollten Sie über die Entwicklung der Zähne wissen?

Schwangerschaft
Die Anlage der Milchzähne in der so genannten Zahnleiste beginnt bereits in der sechsten Schwangerschaftswoche. Bei der Geburt sind alle 20 Milchzähne im Kiefer voll entwickelt, aber noch nicht sichtbar.

Zahndurchbruch
Der Durchbruch erfolgt in der Regel ab dem vierten Lebensmonat. Dabei brechen die Unterkieferzähne vor den entsprechenden Oberkieferzähnen durch. Die ersten Milchzähne sind die mittleren Schneidezähne. Als letzte Zähne folgen dann die Milchbackenzähne im dritten Lebensjahr.
Der Zahndurchbruch ist ein natürlicher Vorgang. Begleiterscheinungen wie Fieber, Erbrechen, Durchfall oder Unruhe können zeitgleich einhergehen, aber auch andere Ursachen haben.
Ein verfrühter oder verspäteter Durchbruch der Zähne muss Sie nicht beunruhigen. Sollten Sie dennoch Bedenken haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt um Rat.



Schnuller oder Daumen?

Es gibt Schnuller in verschiedenen Ausführungen. Besser geeignet sind solche Schnuller, deren Form sich der Mundhöhle anpasst. Fachgeschäfte wie Apotheken und Drogerien beraten Sie gerne. Daumenlutschen und Saugen am Schnuller sollten im Kindergartenalter der Vergangenheit angehören. Bei Kindern, die auch noch danach am Daumen oder Schnuller lutschen, können Fehlbildungen entstehen, die sich negativ auf die Aussprache und den Biss auswirken. Die Folge sind oft sehr aufwändige und langwierige Regulierungen von Zahnfehlstellungen.



Milchzähne / Wechselgebiss

Ein voll ausgebildetes Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen. Sie halten den Platz für die bleibenden Zähne frei und müssen deshalb sorgfältig gepflegt werden. Um das sechste Lebensjahr beginnt der Zahnwechsel: Der erste bleibende Backenzahn bricht in der Zahnreihe hinter den letzten Milchzähnen durch. Etwa zur gleichen Zeit lockern sich die Milchschneidezähne und beginnen auszufallen, um für die durchbrechenden bleibenden Zähne Platz zu machen. Der Fachausdruck dafür: Wechselgebiss.



Zahnwechsel / zweites Gebiss

In den folgenden Jahren - bis etwa zum 13. Lebensjahr - lockern sich die Milchzähne nach und nach, fallen aus und werden durch die bleibenden Zähne ersetzt. Außerdem verlängert sich die Zahnreihe noch einmal: Denn etwa im zwölften Lebensjahr brechen auch die zweiten bleibenden Backenzähne durch. Das fertig ausgebildete Gebiss zählt dann 28 Zähne. Erst nach rund drei Jahren ist der Zahnschmelz ausgereift und widerstandsfähig. In dieser Zeit sollte deshalb auf besonders sorgfältige und richtige Zahnpflege geachtetet werden.
Die Weisheitszähne kommen etwa ab dem 16. Lebensjahr. Oft reicht der Platz nicht aus, die Zähne stehen schief oder sind missgebildet. Hier kann ein Zahnarztbesuch weiterhelfen.




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