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Hygieneempfehlung der AGZ

 

 

Zähneputzen in Kitas

 

• Trockene, saubere Aufbewahrung der Zahnbürsten und Becher.

• Bürsten und Becher sind mit dem Namen des Kindes gekennzeichnet (wasserfester Stift).

• Aufbewahrung stehend mit dem Kopf nach oben im Becher oder Halterung.

• Wenig Zahnpasta genügt – erbsengroße Menge! Bei Kindern unter drei Jahren nur ein „Hauch“ Kinderzahnpasta

• Ausspülen und ausspucken mit dem Kopf tief übers Waschbecken „Zielspucken“.

• Nach dem Zähneputzen – Bürsten unter fließendem Wasser abspülen und am Waschbeckenrand ausklopfen.

• Zahnputzanleitung „KAI“ und Sanduhr aufhängen.

• Falls erforderlich, Bürsten und Becher in Spülmaschine reinigen.

• Becher spülen (z. B. jeden Freitag) und trocken aufbewahren, jeweils vor den Ferien Zahnbürsten entsorgen.

• Nach den Herbst-, Weihnachts-, Oster- und Sommerferien die neuen Zahnbürsten austeilen.

• Sinnvollerweise gibt es eine Person, die die Verantwortung für Hygiene und Ordnung im Bereich „Zähneputzen“ übernimmt und

  einmal in der Woche den Zustand der Bürsten / Zahnputzschränke usw. überprüft – sie kann ebenso die Beschaffung von Zahnpasta

  und Zahnbürsten organisieren.

• Die AGZ unterstützt alle Schulen und Kitas, die das tägliche Zähneputzen umsetzen und stellt auch Zahnpflege-Bechersets zur Verfügung.

• Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die örtlich zuständige AGZ- Geschäftsstelle

 

Quelle: AGZ Kusel, erstellt in Verbindung mit Regeln von Dr. med. Dipl.-Ing. agr. Sebastian Kevekordes, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin, Gesundheitsamt und Veterinärwesen, Ludwigshafen.

 

Tipp: Bitte diese Vorlage kopieren und neben ihren Hygieneplan hängen.

 

 



Empfehlungen zum Umgang mit Zahnbürsten in Kindergemeinschaftseinrichtungen

Hygieneempfehlung Robert Koch Institut

 

Frage: „Gibt es Empfehlungen zum Umgang mit Zahnbürsten in Kindergemeinschaftseinrichtungen?“

 

Die Mundhöhle gehört zu den am intensivsten bakteriell besiedelten Regionen des Menschen. Zudem ist sie durch die Aufnahme von Nahrung gegenüber Mikroorganismen aus der Umwelt grundsätzlich exponiert. Im Kindergarten kommt es bekanntermaßen durch Speichel- oder Tröpfcheninfektion immer wieder zu Ansteckungen, wenn sich Kinder anniesen oder anhusten. Auch beim Spielen kommt es z. B. durch Spielzeug in den Mund stecken immer wieder zu Keimübertragungen, die mitunter zu Infekten führen können.

 

Erfahrungsgemäß werden die dabei übertragenen Keime rasch von der körpereigenen Infektabwehr eliminiert. Dieses Abwehrsystem unseres Körpers beginnt in der Mundhöhle und verhindert, dass jeder Kontakt mit Infektionserregern auch tatsächlich eine Erkrankung nach sich zieht.

 

Auch die benutzte Zahnbürste ist nach dem Zähneputzen mit Mikroorganismen kontaminiert, die üblicherweise zur normalen Schleimhautflora des Mundes gehören. Eine anschließende Vermehrung von Bakterien und Pilzen soll durch gründliches ausspülen der Bürste mit Leitungswasser und Trocknung bei Raumtemperatur vermieden werden. Dennoch können Keime mit der Zahnbürste weitergegeben werden, genauso wie mit Spielzeug oder durch persönlichen Kontakt sowie in Form von Speichel- und Tröpfcheninfektionen.

 

Aus diesem Grund hat sich eine Vielzahl von Studien mit der Frage beschäftigt, ob eine Infektionsgefährdung von der Zahnbürste ausgeht. Sie kommen zu dem Schluss, dass eine Gefahr für die Übertragung gefährlicher Krankheitserreger beim Verwechseln von Zahn- bürsten nicht ersichtlich ist. Es sind keine Berichte über virale oder bakterielle Infektionen beim Verwechseln von Zahnbürsten mitgeteilt worden.

 

Zahnbürsten sind keine Medizinprodukte, sondern Bedarfsgegenstände des täglichen Lebens, für die die Kosmetikverordnung und übergeordnet das Lebensmittel- und Bedarfs- gegenständegesetz gilt. Die Borstenstruktur handelsüblicher Zahnbürsten ist so gestaltet, dass sie aus glatten, gerundeten Nylonborsten bestehen und somit die Anheftung von Mikroorganismen erschweren. Zudem besitzen Zahnpasten viele Bestandteile, die eine antimikrobielle Wirksamkeit besitzen und eine Hemmung des Wachstums oraler Keime bewirken.

 

Für das tägliche Putzen im Kindergarten sollten folgende Regeln beachtet werden.

l  Jedes Kind hat seine eigene Zahnbürste und seinen eigenen Becher.

l  Nach dem Zähneputzen sollte die Bürste gut unter fließendem Wasser ausgespült werden.

l  Aufbewahrung stehend mit dem Kopf nach oben bei Zimmertemperatur.

l  Zahnbürsten müssen spätestens nach drei Monaten gewechselt werden, denn abgenutzte bzw. zerkaute Bürsten haben eine schlechtere Reinigungswirkung.

 

Nur in den Fällen, in denen die Besorgnis der Eltern von Kindergartenkindern über eine mögliche Weitergabe von Krankheitserregern durch vertauschte Zahnbürsten nicht anderweitig zerstreut werden kann, besteht die Möglichkeit der Reinigung und weitgehender Keimbefreiung in der Spülmaschine, obwohl diese im Temperaturbereich von unter 60 ° C nicht die hygienischen Anforderungen für Medizinprodukte erfüllen. In Kindergärten kommt deshalb folgendes Verfahren als praktikables Vorgehen in Betracht: Freitags werden die namentlich gekennzeichneten Zahnbürsten in der nur mit diesen beladenen Spülmaschine gereinigt, getrocknet, gegebenenfalls neu gekennzeichnet und stehen montags wieder zum Zähneputzen zur Verfügung.




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